Verbeamtung auf Lebenszeit
zum 01.10.2027
Kaiserslautern
Vollzeit
W 3 LBesG
Architektur
Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) ist mit rund 15.000 Studierenden, mehr als 300 Professuren und rund 160 Studiengängen die Technische Universität des Landes Rheinland-Pfalz. Als Ort internationaler Spitzenforschung bietet sie exzellente Arbeitsbedingungen und Karrierechancen. Wer an der RPTU lernt, forscht oder arbeitet, erlebt ein weltoffenes Umfeld und gestaltet die Zukunft.
Vor dem Hintergrund der Klimakrise, zunehmender Ressourcenknappheit und einer weitgehend bebauten Umwelt liegt der Fokus der Professur auf der Erforschung, Entwicklung und konstruktiven Durcharbeitung von Strategien der Transformation des Bestands. Umbau wird als zentrale Aufgabe einer zukunftsfähigen Architektur verstanden, die ökologische Verantwortung, gesellschaftliche Wirkung und konstruktive Präzision miteinander verbindet.
In der Forschung stehen Materialkreisläufe, Suffizienzstrategien und nachhaltige Konstruktionen im Bestand im Vordergrund. In Fragen des zirkulären Bauens (z. B. Wiederverwendung von Bauteilen, Entwicklung zirkulärer Konstruktionen) sind Synergien mit bestehenden Schwerpunkten am Fachbereich erwünscht. Ziel ist es, konstruktive Lösungen zu entwickeln, die ökologische Belastungen reduzieren und zugleich die langfristige Anpassungsfähigkeit von Gebäuden stärken. Dazu steht unter anderem der Holzbaucampus Diemerstein als Experimentierfeld zur Verfügung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Umbaupotenzialen unterschiedlicher Gebäudetypologien sowie auf der Untersuchung der gesellschaftlichen Folgen von Bau- und Umbauprozessen. Bauliche Eingriffe beeinflussen Nutzungsstrukturen, Zugänglichkeiten und soziale Zusammensetzungen. Die Professur soll daher die Wechselwirkungen zwischen materiellen Entscheidungen und sozialen Dynamiken erforschen und Fragen der Teilhabe und räumlichen Gerechtigkeit in die entwurfsbezogene Forschung integrieren. Auch in diesem Themenfeld sind Synergien mit bestehenden Forschungsschwerpunkten am Fachbereich erwünscht, insbesondere an den Schnittstellen zu architekturtheoretischen, städtebaulichen und raumgestalterischen Fragestellungen.
In der Lehre wird der Umgang mit dem Bestand als grundlegende Kompetenz vermittelt. Studierende lernen, vorhandene Gebäude differenziert zu analysieren, ihre materiellen und räumlichen Potenziale zu bewerten und daraus tragfähige Transformationsstrategien zu entwickeln. Gesellschaftliche, rechtliche und technische Rahmenbedingungen werden ebenso berücksichtigt wie konstruktive Detailfragen. Die Professur ist zentral im Curriculum verankert und verbindet entwurfsbasierte Lehre mit konstruktiver Vertiefung und gewährleistet eine kontinuierliche Entwicklung der Kompetenzen vom Grundlagenwissen bis zur eigenständigen Entwurfspraxis. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der integrativen Vermittlung von Entwurf und Konstruktion. Dabei wird Konstruktion als entwurfsbestimmender Prozess verstanden, der räumliche Qualität, Materialeinsatz sowie ökologische und soziale Anforderungen miteinander verbindet.
Die Professur bildet gemeinsam mit den Fachgebieten „Baukonstruktion und Entwerfen“ und „Wohnbau Konstruktion Entwerfen“ die Grundlagen der baukonstruktiven Vertiefung in der integrierten Studiostruktur des Bachelorstudiums am Fachbereich Architektur der RPTU. Die Lehrveranstaltungen im Bachelor sind in deutscher Sprache zu halten. Im Masterstudium bietet die Professur Entwürfe, Seminare und Abschlussarbeiten an.
Wir suchen eine Architektin oder einen Architekten, deren ausgezeichnete praktische Expertise auf einem exzellenten wissenschaftlichen Fundament und einer reflektierten Entwurfstätigkeit basiert. Die Bewerberinnen und Bewerber sollen durch realisierte Projekte im Umgang mit dem Bestand sowie durch eine eigenständige Positionierung im fachlichen Diskurs zur Transformation der gebauten Umwelt hervorgetreten sein.
Erwartet werden:
Erwünscht sind eine fachliche Anschlussfähigkeit an die thematischen Schwerpunkte des Fachbereichs sowie Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Bauingenieurwesen sowie der Raum- und Umweltplanung.
Das Land Rheinland-Pfalz und die RPTU vertreten ein Betreuungskonzept, bei dem eine hohe Präsenz der Lehrenden am Hochschulort erwartet wird. Neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen gelten die in § 49 des Hochschulgesetzes Rheinland-Pfalz geregelten Einstellungsvoraussetzungen.
Die RPTU steht für die Vielfalt aller Beschäftigten. Wir begrüßen Bewerbungen von allen Interessierten, unabhängig von deren ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Geschlecht, Behinderung und sexueller Orientierung oder Identität. Schwerbehinderte und diesen gleichgestellten Personen werden bei entsprechender Qualifikation und Eignung bevorzugt eingestellt (bitte der Bewerbung einen Nachweis über die Schwerbehinderung/Gleichstellung beifügen).
Die RPTU strebt in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an. Bewerbungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland sind ausdrücklich erwünscht.
Wir freuen uns über Ihre aussagekräftige Bewerbung bis spätestens 06.11.2026. Bewerbungsvorträge sind für Januar 2027 geplant.
Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Zeugnissen/Urkunden der Hochschulabschlüsse, Arbeitsproben, Schriftenverzeichnis sowie Nachweis über die bisherigen Leistungen in der Lehre, Darstellung des wissenschaftlichen Werdeganges, bisherige Forschungsaktivitäten und künftige Forschungsabsichten auf max. 30 DIN A4 Seiten in digitaler Form (ein PDF-Format; max. 10 MB) über den unten stehenden Button „Online Bewerbung“ bzw. über unser Bewerbungsportal () ein.
Für Fragen steht der Geschäftsführer des Fachbereiches, Herr Akad. Dir. Peter Spitzley, unter der Telefonnummer 0631 205 4725 zur Verfügung.