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Universität Leipzig

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Vollzeit, Teilzeit
Leipzig
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An der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften ist vorbehaltlich der Mittelverfügbarkeit am Institut für Afrikastudien folgende Stelle zu besetzen:

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/-in (Postdoc) (m/w/d/x)

Stellenausschreibung vom 09.07.2026 · Kennziffer 95/2026

Vergütung

Entgeltgruppe 13 TV-L

Befristung

  1. August 2029

Umfang

100 % einer Vollbeschäftigung

Beginn

  1. November 2026

Die 1409 gegründete Universität Leipzig gehört zu den großen, forschungsstarken und medizinführenden Universitäten in Deutschland. Mit ihren rund 30.000 Studierenden und mehr als 5.000 Beschäftigten in 14 Fakultäten prägt sie das Leben in der pulsierenden und weltoffenen Stadt Leipzig. Die Universität Leipzig bietet ein dynamisches und international geprägtes Arbeitsumfeld sowie attraktive und vielfältige Arbeitsmöglichkeiten in Forschung, Lehre, Transfer, Infrastruktur und Verwaltung.

TRIBECA (Tackling the Responsibility of International Business and Enterprises as a Transnational Cause) ist ein deutsch-französisches Forschungsprojekt, das untersucht, wie die soziale Verantwortung von Unternehmen im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts zum vorherrschenden Paradigma für die Gestaltung der Beziehungen zwischen Wirtschaft, Staat und Gesellschaft geworden ist. Die zentrale Fragestellung lautet: Wie ist die unternehmerische Verantwortung zu einem hegemonialen Rahmen für das Verständnis unternehmerischen Handelns geworden, und welche Akteurskoalitionen, die sich über religiöse Netzwerke, multinationale Unternehmen, internationale Institutionen und die Zivilgesellschaft erstreckten, haben ihre Etablierung als transnationale Bewegung vorangetrieben? Anstatt die soziale Verantwortung von Unternehmen als bloßes Ergebnis von Unternehmensstrategien oder regulatorischem Druck zu betrachten, betrachtet TRIBECA sie als eine historisch gewachsene Kategorie, die von konkurrierenden Interessen, ideologischen Strömungen und politischen Dynamiken auf mehreren Ebenen geprägt ist, die sich über die lokale, nationale und multilaterale Ebene erstrecken.

Das Projekt wird gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Agence Nationale de la Recherche (ANR) gefördert, hat eine Laufzeit von 36 Monaten und gliedert sich in fünf thematische Forschungsschwerpunkte, in denen archivarische, ethnografische, prosopografische und quantitative Methoden kombiniert werden. Die Arbeitssprache des Projekts ist Englisch.

Die beiden Promotionsvorhaben tragen zu der übergreifenden These bei, dass postkoloniale Entwicklungskontexte entscheidend dazu beigetragen haben, unternehmerische Verantwortung auf die transnationale Ebene zu heben.

Postdoc Projekt

Dieses Projekt untersucht, inwiefern Facharbeiterausbildung und Führungskräfteentwicklung im spät- und postkolonialen Kontext (1920–1975) als Schnittstelle zwischen unternehmerischer Verantwortung und Entwicklungsideologie fungierten. Im Mittelpunkt steht, wie multinationale Unternehmen und internationale Organisationen wie die ILO mit den oft widersprüchlichen Anforderungen an Wissenstransfer, Technologielokalisierung und die nachhaltige Ausbildung lokaler Arbeits- und Führungskräfte umgingen. Inwiefern prägte die Kluft zwischen öffentlicher Entwicklungsrhetorik und interner Praxis der Unternehmen die allgemeine politische Ökonomie der Unternehmensverantwortung? Bewerber/-innen werden ermutigt, innerhalb dieses Rahmens eine eigene Fallstudie zu entwickeln, sei es mit Fokus auf einen bestimmten regionalen Kontext, ein bestimmtes multinationales Unternehmen oder eine internationale Organisation (insbesondere die ILO) oder aus einer vergleichenden regionalen Perspektive über Afrika, Asien oder Lateinamerika hinweg.

Die Einbindung in die Leipzig Graduate School bietet zusätzliche Möglichkeiten für Lehre und Betreuung.

Das sind Ihre Aufgaben

  • wissenschaftliche Mitarbeit im Rahmen des Projektes
  • eigenständige Forschung und wissenschaftliches Schreiben, einschließlich Archivrecherchen in Europa und international
  • Projektkoordination innerhalb des Leipziger Teams sowie Abstimmung mit dem gesamten TRIBECA-Konsortium
  • Mitarbeit am Datenmanagement und an der gemeinsamen Projektdatenbank
  • aktive Beteiligung an gemeinsamen Projektergebnissen, einschließlich Publikationen, Workshops und Konferenzteilnahmen
  • Mitwirkung an Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Das bringen Sie mit

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in Geschichte, Sozialwissenschaften oder einem verwandten Fach
  • abgeschlossene bzw. eingereichte Dissertation in Geschichte, Sozialwissenschaften oder einem verwandten Fach mit projektbezogenem Schwerpunkt
  • nachgewiesene praktische Erfahrung im Umgang mit Unternehmens- oder institutionellen Archiven
  • Erfahrung im Umgang mit und der Analyse von digitalisierten Primärquellen
  • Englischkenntnisse (B2) und zusätzliche Sprachkenntnisse, die für die vorgeschlagene Fallstudie relevant sind
  • ausgeprägte Schreibkompetenz

Das bieten wir Ihnen

  • Möglichkeit zur Teilnahme am Postdoc-Zertifikat-Programm der Graduate School Global and Areas Studies (GSGAS)
  • einen verantwortungsvollen Aufgabenbereich im spannenden Umfeld einer großen Universität
  • die Mitarbeit in einem freundlichen, hilfsbereiten und leistungsstarken Team
  • flexible Arbeitszeiten und Mobile Arbeit zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
  • eine zielgerichtete Personalentwicklung in allen Phasen Ihres Berufslebens mit Weiterbildungsmöglichkeiten
  • vielfältige Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • eine Vergütung gemäß Tarifvertrag der Länder inklusive Jahressonderzahlung und betrieblicher Altersvorsorge
  • ein vergünstigtes Personennahverkehrsticket (z. B. das Deutschlandticket als Jobticket)
  • umfangreiche Verpflegung in den Mensen und Cafeterien des Studentenwerks Leipzig

Forschung, Lehre, Transfer, Infrastruktur und Verwaltung brauchen Perspektivenvielfalt. Die Universität setzt sich deshalb für Diversität und Chancengerechtigkeit ein. Ihre Bewerbung ist bei uns willkommen, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion, kultureller und sozialer Herkunft, Alter oder sexueller Orientierung. Die Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in verantwortlicher Position an und bittet deshalb qualifizierte Frauen ausdrücklich um ihre Bewerbung.
Bei gleicher Eignung werden Menschen mit Schwerbehinderung oder ihnen nach SGB IX Gleichgestellte bevorzugt eingestellt. Sollten Sie im Rahmen dieses Bewerbungsverfahrens Fragen zur Barrierefreiheit oder Unterstützungsbedarf haben, kontaktieren Sie die Schwerbehindertenvertretung der Universität Leipzig unter .

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann senden Sie uns bitte zu Ihrer Bewerbung zusätzlich eine 2-seitige Projetskizze sowie 2 Referenzkontakte adressiert an Prof. Dr. Dmitri van den Bersselaar, Universitätsprofessor, Universität Leipzig, Institut für Afrikastudien bis zum 24. Juli 2026 über unser Online-Bewerbungsportal zu.

Bei inhaltlichen Fragen zur ausgeschriebenen Stelle wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Dmitri van den Bersselaar telefonisch unter +49 341 97-37035.

https://uni-leipzig.b-ite.careers/jobposting/713b7e112bc0add0670766115cf32f632c66b385