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Ruhr-Universität Bochum

Ruhr-Universität Bochum
Vollzeit, Teilzeit
Bochum
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Fakultät für Philologie:
SFB 1567 »Virtuelle Lebenswelten«
TP A03 »Virtuelle Environments: Künstliches Leben«

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet in Teilzeit (25,8895 Std./Woche = 65 %) eine*n

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin (m/w/d) (65%) (TV-L E13) im Teilprojekt A03 »Virtuelle Environments: Künstliches Leben«

Der Sonderforschungsbereich 1567 »Virtuelle Lebenswelten« ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund, bestehend aus 20 Teilprojekten und mehr als 60 Wissenschaft- lerinnen aus Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Human-Computer-Interaction, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Mediävistik, Medien- wissenschaft und Sozialwissenschaft. Im Zentrum steht die Erforschung der Virtualität als treibende Kraft gesellschaftlicher und kultureller Transformationsprozesse, die längst Teil des Alltags geworden ist und sich in vielfältigen lebensweltlichen Bezügen normalisiert hat. Der Sonderforschungsbereich 1567 ist an der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt und wird von Wissenschaftlerinnen der UA Ruhr getragen. Weitere Informationen unter: https://www.virtuelle-lebenswelten.de/. Die Stelle ist vorbehaltlich der Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zu besetzen.

Das Teilprojekt A03 (TP-Leitung Florian Sprenger) untersucht historische Versuche, künstliches Leben durch virtuelle Environments hervorzubringen und leistet damit einen Beitrag zur Kritik generativer KI. Im Fokus stehen Diskurse um »Artificial Life« und programmierte künstliche Lebewesen, mit denen Ende der 1980er Jahre auf Basis zellulärer Automaten und neuronaler Netze evolutive Prozesse in silico erzeugt werden sollten. Die Leitthese lautet, dass »Artificial Life« einen Hohlraum bildet, in dem konnektionistische Ansätze den KI-Winter überlebten. Das Unterprojekt A03.4 »Aspekte einer Geschichte des Konnektionismus« erschließt die Mediengeschichte distribuierter Rechenverfahren. Im Rahmen einer Monografie wird diese Geschichte medienarchäologisch aufgearbeitet, im Virtual Humanities Lab kollaborativ perspektiviert und in die kritische KI-Forschung integriert. Gesucht wird eine Person, die historisches Denken mit Interesse an den Grundlagen heutiger KI verbindet.

Umfang: Teilzeit
Dauer: befristet, 30.06.2030 (Ende des Projekts)
Beginn: zum nächstmöglichen Zeitpunkt
Bewerben bis: 18.05.2026

Ihre Aufgaben:

  • Durchführung eines medienhistorischen Forschungsprojekts (A03.4) und Arbeit an einer Dissertation zur Geschichte konnektionistischer Ansätze in den 1980er Jahren, mit dem Fokus auf distribuierten Rechenverfahren und generative KI.
  • Integration der medienhistorischen Ergebnisse in die Critical AI Studies, insbesondere durch Auseinandersetzung mit der Frage, wie biologische Konzepte des Lernens in programmierbare Verfahren übertragen werden.
  • Aktive Mitarbeit in den kollaborativen Laborphasen des Virtual Humanities Lab, einschließlich spekulativer Rekonstruktion historischer Software und Hardware (u.a. Perceptron-Implementierung auf Arduino-Microcontrollern).
  • Mitorganisation und inhaltliche Ausgestaltung des Workshops »Lernen« sowie Beteiligung an weiteren Veranstaltungsformaten des Teilprojekts und des SFB, insbesondere im Rahmen des Early Career Forums.
  • Gemeinsame Publikationen und Kollaborationen mit internationalen Wissenschaftler*innen
  • Archiv- und Interviewreise ans Santa Fe Institute (2 Wochen, 2028) zur Quellenerschließung und Zeitzeug*innen-Befragung.
  • Teilnahme an den vom SFB angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten, insbesondere mit Blick auf Gleichstellung und Diversität.

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder gleichwertig) in Medienwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte oder einem verwandten geistes- bzw. kulturwissenschaftlichen Fach.
  • Interesse an der Geschichte Künstlicher Intelligenz, des Konnektionismus oder der Informatik, idealerweise belegt durch Abschlussarbeit.
  • Vertrautheit mit medienhistorischen Methoden in Anwendung auf digitaltechnische Gegenstände. Es sind keine Vorkenntnisse mit Microcontrollern oder Programmierkenntnisse erforderlich, aber die Bereitschaft zur Auseinandersetzung.
  • Offenheit für kollaborative, experimentell-spekulative Laborarbeit im Virtual Humanities Lab, auch ohne vertieftes technisches Vorwissen.
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift; Bereitschaft zu Archiv- und Interviewreisen.
  • Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten ebenso wie zur Arbeit im Team, Flexibilität und hohe Einsatzbereitschaft.

Wir bieten:

Anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben mit hoher Eigenverantwortung, Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (u.a. Betreuungsvermittlung/Ferienangebote/mobiles Kinderzimmer), Umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

  • Teamorientierte Zusammenarbeit in einem fachlich exzellenten sowie engagierten, internationalen und wertschätzenden Team
  • Vielfältige Unterstützungsangebote sowie eigene Gestaltungsmöglichkeiten wie z.B. im Early Career Forum, der eigenständigen Organisationseinheit des SFB von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen

Weitergehende Informationen:

Die Beschäftigung erfolgt im Angestelltenverhältnis und richtet sich nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L).
Die Eingruppierung erfolgt bei Erfüllung der persönlichen und tariflichen Voraussetzungen in Entgeltgruppe E13 TV-L.

Weitere Informationen finden Sie hierzu unter .

Der Dienstort ist die Ruhr-Universität Bochum.

Erfolgt die Finanzierung bei der Einstellung ausschließlich von externen Drittmittelgebern, besteht für die Beschäftigten keine Verpflichtung zur Übernahme von Lehrverpflichtungen.

Die RUB versteht sich als Universität mit internationaler Ausstrahlung. Campussprachen sind Deutsch und Englisch. Kompetenzen in mindestens einer der beiden Sprachen und die Bereitschaft, sich die andere anzueignen, werden vorausgesetzt. Die RUB stellt entsprechende kostenfreie Angebote für Mitarbeitende zur Verfügung.

Der Personalrat hat das Recht, an allen Auswahlgesprächen teilzunehmen. Auf Wunsch einer bewerbenden Person (m/w/d) sichert er seine Teilnahme am gesamten Verfahren zu. Bitte wenden Sie sich an wpr@rub.de.

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist eine der führenden Forschungs­universitäten in Deutschland. Als reform­orientierte Campus­universität vereint sie in einzig­artiger Weise die gesamte Spann­breite der großen Wissenschafts­bereiche an einem Ort. Das dynamische Mit­einander von Fächern und Fächer­kulturen bietet den Forschenden wie den Studierenden gleicher­maßen besondere Chancen zur inter­disziplinären Zusammen­arbeit.

Die RUB steht für Diversität und Chancengleichheit. Daher fördern wir die Zusammenarbeit heterogener Teams und den beruflichen Weg von Menschen, die in den jeweiligen Arbeitsbereichen unterrepräsentiert sind. Die RUB wünscht ausdrücklich die Bewerbung von Frauen. In Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Behinderung sind uns ebenfalls sehr willkommen.

Ansprechpersonen für weitere Informationen:

Prof. Dr. Florian Sprenger , Tel.: +49 234 32 25057
Dr. Ina Bolinski (wiss. Koordinatorin) , Tel.: +49 234 32 20600

Fahrtkosten, Übernachtungskosten und Verdienstausfall bzw. sonstige Bewerbungskosten für Vorstellungsgespräche können leider nicht erstattet werden.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter Angabe der ANR 5594 bis zum 18.05.2026 über unser Online-Bewerbungsportal

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