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Wissenschaftlicher Mitarbeiterin (m/w/div) am Fachgebiet Werkstoffkunde & Werkstoffprüfung (WWHK)

Analyse- und Bewertungskompetenz im Kontext der Wasserstoffversprödung: Differenzierung versagensrelevanter Mechanismen bei Beladung mit unterschiedlichen Wasserstoffarten

Kennziffer: AING 2026/07

Ihre Aufgaben

Das EFRE-Verbundprojekt „Analyse- und Bewertungskompetenz im Kontext der Wasserstoffversprödung: Differenzierung versagensrelevanter Mechanismen bei Beladung mit unterschiedlichen Wasserstoffarten“ zielt darauf ab, gemeinsam mit dem Projektpartner Institut für Oberflächen und Schichtanalyse (IFOS), experimentelle und modellbasierte Grundlagen zur Bewertung der Integrität metallischer Werkstoffe unter Wasserstoffeinfluss sowie die Ableitung übertragbarer Aussagen zur Wasserstoffversprödung zu schaffen und weiterzuentwickeln.

In diesem Zusammenhang übernehmen Sie am Fachgebiet Werkstoffkunde & Werkstoffprüfung (WWHK) der Hochschule Kaiserslautern eine zentrale Rolle in der Konzeption, Durchführung und Weiterentwicklung experimenteller und analytischer Methoden zur Aufklärung wasserstoffinduzierter Schädigungsmechanismen. Zu Ihren Kernaufgaben gehört die eigenständige Planung, Durchführung und Auswertung experimenteller Untersuchungen an metallischen Werkstoffen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Beladungsarten sowie realitätsnaher Randbedingungen. Dabei wenden Sie mechanische, mikroskopische und analytische Prüfverfahren zur Charakterisierung des Werkstoffverhaltens an und tragen zur Weiterentwicklung geeigneter Prüf- und Auswertestrategien bei. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der mikrostrukturellen und schädigungsmechanischen Analyse wasserstoffbelasteter Werkstoffe. Hierzu führen Sie hochauflösende Untersuchungen mit Methoden der Rasterelektronen- (REM), Rasterkraft- (AFM) und Magnetkraftmikroskopie (MFM) durch und verknüpfen die Ergebnisse mit mechanischen und weiteren analytischen Prüfresultaten sowie in-situ erfassten Schadensindikatoren. Ziel ist die systematische Erfassung von Zusammenhängen zwischen Wasserstoffeintrag, Mikrostrukturveränderungen und Schädigungsinitiation.

Darüber hinaus erarbeiten Sie den Aufbau einer numerischen Modellierung, die den Einfluss der Wasserstoffversprödung auf Mikrostruktur und Schädigungsentwicklung beschreibt. Dieses Modell bildet die Grundlage für ein Übertragbarkeitskonzept, um die gewonnen Erkenntnisse zukünftig auch auf andere Werkstoffe/-gruppen und Anwendungen zu übertragen.

Abgerundet wird Ihr Aufgabenprofil durch die wissenschaftliche Dokumentation und Publikation der Forschungsergebnisse, die Präsentation auf nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie die aktive Mitgestaltung der Projektkoordination.

Für Fragen zu den Inhalten der Stelle steht Ihnen Janina Koziol (janina.koziol@hs-kl.de) und Prof. Dr. Peter Starke (peter.starke@hs-kl.de) gerne zur Verfügung.

Ihr Profil

Gesucht wird eine wissenschaftlicher Mitarbeiter*in mit einem erfolgreich abgeschlossenen wissenschaftlichen Hochschulstudium (Master, Universitätsdiplom oder vergleichbar) im Bereich der Materialwissenschaften, Werkstofftechnik, Maschinenbau, Metallurgie oder einem angrenzenden natur- bzw. ingenieurwissenschaftlichen Studiengang. Eine fachliche Vertiefung im Bereich Werkstoffprüfung, Schädigungsmechanik, Gefügeanalyse oder experimenteller Werkstoffcharakterisierung ist von Vorteil. Sie haben sehr gute Kenntnisse im Bereich der Text- und Bildverarbeitung (MS Office) sowie in der Datenanalyse und -verarbeitung (ORIGIN, MATLAB). Sie können selbstständig und eigenverantwortlich Ideen entwickeln und umsetzen sowie denken analytisch und ergebnisorientiert. Sie haben sehr gute Englischkenntnisse, sind teamfähig und kommunikativ.

Vorausgesetzt werden fundierte Kenntnisse in der Prüfung metallischer Werkstoffe sowie praktische Erfahrung im experimentellen Arbeiten. Idealerweise bringen Sie bereits Erfahrung in der mikrostrukturellen Werkstoffanalyse, insb. rasterelektronenmikroskopischer Verfahren sowie Grundkenntnisse im Umgang mit AFM/MFM und der Auswertung analytischer Messdaten mit. Von Vorteil sind zudem Erfahrungen in der Ermittlung und Bewertung von Schädigungs- bzw. Ermüdungsmechanismen sowie im Umgang mit numerischen Modellierungen.

Wir wünschen uns ausdrücklich Bewerbungen aller Altersgruppen und unabhängig von der geschlechtlichen Identität, einer Behinderung, dem ethnischen Hintergrund, der Religion, Weltanschauung sowie sexuellen Orientierung oder Identität.

Unser Angebot

Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt am Studienort Kaiserslautern der Hochschule Kaiserslautern im Fachgebiet Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung in **Vollzeit (100%), projektbedingt befristet auf 2 Jahre,**zu besetzen. Die Stellenbesetzung steht derzeit noch unter dem Vorbehalt der Projektbewilligung durch den Mittelgeber.

An unserer Hochschule für angewandte Wissenschaften und Gestaltung mit einem ausgeprägten Profil in der angewandten Forschung und Entwicklung sowie der akademischen Weiterbildung erwarten Sie ein innovatives Arbeitsumfeld und vielseitige Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen der Personalentwicklung. Die Hochschule Kaiserslautern unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, z.B. durch eine Regelung für mobiles Arbeiten und eine flexible Arbeitszeitgestaltung.

Das Beschäftigungsverhältnis richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die Vergütung ist nach Entgeltgruppe E13 TV-L vorgesehen, soweit die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Zusätzlich bieten wir Ihnen eine tarifvertraglich geregelte betriebliche Altersvorsorge.

Eine Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich. Gehen entsprechende Bewerbungen ein, wird geprüft, ob den Teilzeitwünschen im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten (insbes. Anforderungen der Stelle, gewünschte Gestaltung der Arbeitszeit) entsprochen werden kann.

Im Rahmen des Landesgleichstellungsgesetzes strebt die Hochschule Kaiserslautern eine weitere Erhöhung des Frauenanteils, insbesondere in der Wissenschaft, an.

Schwerbehinderte Menschen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt (bitte Nachweis beifügen).
Sollten Bewerber*innen sich benachteiligt oder ungleich behandelt fühlen, kann eine Klärung durch eine Beschwerde bei der AGG-Beschwerdestelle (Stabstelle Recht) erfolgen.

Ihre Bewerbung

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen, die Sie uns bis 26.05.2026 über unser Online-Bewerbungsportal zukommen lassen können.

DER PRÄSIDENT