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Hochschule Kaiserslautern

Hochschule Kaiserslautern
Vollzeit, Teilzeit
Zweibrücken
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W2-Professur Mikromedizintechnik (m/w/d)

(Forschungsschwerpunktprofessur)

Kennziffer: IMST 2026/09

Ihr Profil

Mit der Denomination Mikromedizintechnik trägt die Hochschule der zunehmenden Bedeutung miniaturisierter Systeme in der Medizintechnik Rechnung. Ziel der Professur ist es, die enge Verzahnung der Lebenswissenschaften mit der Mikro- und Nanotechnologie in Lehre und Forschung weiter zu stärken und die interdisziplinäre Zusammenarbeit insbesondere mit der (Medizin-)Informatik auszubauen.

Wir suchen eine wissenschaftlich ausgewiesene, engagierte Persönlichkeit, die das Fachgebiet der Mikromedizintechnik in Lehre und angewandter Forschung vertritt.

Einstellungsvoraussetzungen

Wir erwarten:

  • ein abgeschlossenes Studium der Physik, Chemie, Ingenieur- oder Materialwissenschaften, der Life Sciences oder verwandter Fachgebiete
  • eine qualifizierte Promotion sowie eine herausragende wissenschaftliche Expertise, nachgewiesen durch aktuelle Veröffentlichungen mit Erst-/Letztautorenschaft
  • langjährige Expertise in der Anwendung und Entwicklung mikro- und nanoskaliger Fertigungs- und Prozessmethoden im Reinraumumfeld (z. B. Dünnschichttechnologien, Lithographie oder vergleichbare Verfahren), insbesondere mit Bezug zu biomedizinischen Anwendungen (z.B. Biosensorik, Implantate, Lab-on-Chip-Systeme oder ähnliche Systeme).
  • Erfahrung in der Einwerbung von Drittmitteln
  • Erfahrung in der Leitung oder Koordination von Forschungsprojekten
  • sehr gute didaktische Fähigkeiten und ein hohes Engagement in der Lehre, auch in englischer Sprache

Sie sollten außerdem über umfangreiche Forschungserfahrung in der Entwicklung und Anwendung in mindestens einem der folgenden Bereiche verfügen:

  • biointegrierte und funktionale Mikrosysteme für Diagnostik und Therapie
  • Mikrofluidik und Lab-on-Chip-Systeme, z. B. Organ-on-Chip oder 3D-Zellkulturmodelle
  • miniaturisierte, implantierbare oder bioresorbierbare Sensoren und Aktoren
  • flexible oder körpernahe Sensorsysteme (Wearables)
  • Entwicklung neuer, mikro- und nanoskaliger (Bio-)Materialien und deren (bio-)medizinischen Anwendungen
  • Kombination von Mikro-/Nanostrukturierung mit additiven Fertigungsmethoden für die Medizintechnik
  • intelligente Mikrosysteme mit Sensor-Aktor-Integration, ggf. gekoppelt mit Datenanalyse/KI für die Medizintechnik
  • translationale Forschung mit Fokus auf Anwendbarkeit, Skalierung und Kooperation mit Industrie oder Klinik für die Medizintechnik

Vorteilhaft wären Kenntnisse im Bereich der Mikroelektronik oder Halbleiterphysik.

Sie übernehmen:

  • eigenständige Lehre in Grundlagenfächern sowie in fachspezifischen Veranstaltungen in den Bachelor- und Masterstudiengängen, insbesondere Applied Life Sciences, Chiptechnologie, Systems Engineering und Medizin-und Biowissenschaften
  • Etablierung und Entwicklung eines eigenständigen Forschungsprofils, eingebunden in die Forschungsschwerpunkte der Hochschule
  • anwendungsorientierte Forschung in Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie
  • Nutzung und Weiterentwicklung von Reinraum-Prozesstechnologien in Lehre und Forschung
  • aktive Mitwirkung am Ausbau der technischen Infrastruktur sowie an der wissenschaftlichen Leitung des Reinraums
  • Mitarbeit in Gremien der Hochschule sowie Mitwirkung am Auf-, Ausbau und der Weiterentwicklung von Studiengängen

Forschungsumfeld

Die Hochschule bietet ein innovatives, interdisziplinäres Forschungsumfeld in den Bereichen Biosensorik, Biomedizin sowie Mikro- und Nanotechnologien mit hervorragend ausgestatteten Laboren:

  • Reinraum mit Mikro- und Nanostrukturierung sowie 3D-Technologien
  • Analytik und Charakterisierung
  • Zellkulturtechnik, Elektrophysiologie, Mikroskopie
  • Biosensorik
  • Informatik

Die Inbetriebnahme eines neuen Reinraums ist für 2029 geplant.

Die Ausgestaltung der Forschungsschwerpunktprofessur ermöglicht eine Reduzierung der Regellehrtätigkeit innerhalb der ersten drei Jahre auf 12 SWS. Das Regellehrdeputat kann grundsätzlich durch regelmäßige Drittmitteleinwerbungen auf bis zu 9 SWS reduziert werden.

Die Hochschule verfügt über eine Vielzahl von Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen wie Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten und Unternehmen, deren Intensivierung und Ausbau erwünscht ist.

Wir streben in diesem Zusammenhang eine Steigerung der Drittmitteleinwerbungen sowie die Erhöhung der Anzahl kooperativer Promotionen an.

Wir erwarten eine ausgeprägte Team- und Kooperationsfähigkeit sowie eine didaktische Stärke und hohe Motivation für eine qualitätsvolle Lehre. Sie vermitteln komplexe Inhalte strukturiert, praxisnah und adressatengerecht – auch in englischer Sprache – und begeistern Studierende für das Fachgebiet.

Sie planen Lehrveranstaltungen lernzielorientiert, setzen geeignete Prüfungs- und Feedbackformate ein und entwickeln Ihre Lehre auf Basis von Evaluationsergebnissen kontinuierlich weiter. Darüber hinaus setzen wir eine hohe Eigeninitiative sowie die Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung von Lehre, Forschung und Hochschulentwicklung voraus.

Sie handeln auch unter Zeitdruck und in anspruchsvollen Abstimmungsprozessen souverän, reflektiert und lösungsorientiert und gehen professionell mit Feedback und Kritik um.

Eine verbindliche Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung, eine konstruktive Zusammenarbeit in Gremien sowie eine hohe Präsenz am Hochschulstandort werden erwartet. Ebenso setzen wir eine professionelle, verlässliche und kooperative Zusammenarbeit mit internen wie externen Partnern sowie unseren internationalen Partnerhochschulen voraus.

Deutsch-Kenntnisse (mindestens auf Niveau C1) und Englisch-Kenntnisse werden vorausgesetzt.

Die Einstellungsvoraussetzungen für Professorinnen und Professoren sind geregelt in § 49 Hochschulgesetz des Landes Rheinland-Pfalz. Eine Berufung auf die ausgeschriebene Stelle ist auch bei Erfüllung der Einstellungsvoraussetzungen nach § 49 Absatz 1 Nr. 4 Buchst. a (HochSchG) möglich.

Im Berufungsverfahren setzen wir strukturierte eignungsdiagnostische Verfahren ein, darunter ein standardisierter Persönlichkeitsfragebogen (Big-Five), dessen Ergebnisse ergänzend in die Gesamtbewertung einfließen.

Wir wünschen uns ausdrücklich Bewerbungen aller Altersgruppen und unabhängig von der geschlechtlichen Identität, einer Behinderung, dem ethnischen Hintergrund, der Religion, Weltanschauung sowie sexuellen Orientierung oder Identität.

Für Fragen zu den Inhalten der Stelle steht Ihnen die Vorsitzende der Berufungskommission Prof. Dr. rer. nat. Monika Saumer (monika.saumer@hs-kl.de) gerne zur Verfügung.

Unser Angebot

Die Stelle ist ab 01.10.2026 am Studienort Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern im Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik in zu besetzen. Vollzeitstellen sind grundsätzlich teilbar, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen.

Die Hochschule Kaiserslautern ist eine forschungsstarke Hochschule für Angewandte Wissenschaften in den Bereichen Informatik, Technik, Wirtschaft, Gestaltung und Gesundheit. Wir bilden etwa 5.200 Studierende in über 70 Studiengängen und Weiterbildungsangeboten an drei Studienorten in Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken aus. Aktuell bestehen vier Forschungsschwerpunkte.
An unserer Hochschule für angewandte Wissenschaften und Gestaltung mit einem ausgeprägten Profil in der angewandten Forschung und Entwicklung sowie der akademischen Weiterbildung erwarten Sie ein innovatives Arbeitsumfeld und vielseitige Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen der Personalentwicklung. Die Hochschule Kaiserslautern unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, z.B. durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung.

Im Rahmen des Landesgleichstellungsgesetzes strebt die Hochschule Kaiserslautern eine weitere Erhöhung des Frauenanteils, insbesondere in Forschung und Lehre, an. Wir bitten Frauen deshalb nachdrücklich um ihre Bewerbung.

Schwerbehinderte Menschen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt (bitte Nachweis beifügen).
Sollten Bewerber*innen sich benachteiligt oder ungleich behandelt fühlen, kann eine Klärung durch eine Beschwerde bei der
AGG-Beschwerdestelle (Stabstelle Recht) erfolgen.

Ihre Bewerbung

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit folgenden aussagekräftigen Unterlagen:

  • Motivationsschreiben (max. 2 Seiten) und Zeugnisse
  • tabellarischen Lebenslauf (max. 2 Seiten)
  • vollständiger Publikationsliste und Drittmittelliste
  • Forschungskonzept (max. 2 Seiten) unter Darstellung der Passfähigkeit zum Forschungsumfeld der Hochschule
  • Lehrkonzept (max. 2 Seiten)
  • Übersicht der bisher durchgeführten Lehrveranstaltungen sowie ggf. vorliegende Lehrevaluationen,
  • einschließlich des ausgefüllten Bewerberprofils (),
    die Sie uns bis 31.03.2026 über unser Online- Bewerbungsportal zukommen lassen können.

DER PRÄSIDENT