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Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Vollzeit, Befristet
Leipzig
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An der Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Fine Arts Leipzig ist zum 1.10.2027 die

W3-Professur (m/w/d) für Performative Praktiken in intermedialen Umgebungen (Kennzahl Me/02/27)

befristet für die Dauer von 6 Jahren in Vollzeit zu besetzen. Erstmals Berufene können gemäß § 71 Abs. 2 Sächsisches Hochschulgesetz für bis zu zwei Jahre auf Probe eingestellt werden.

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig mit etwa 550 Studierenden in vier Diplom-, einem Masterstudiengang sowie einem Studienprogramm für Geflüchtete und insgesamt etwa 100 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen gehört zu den ältesten Kunsthochschulen in Deutschland.

Die Stelle ist im Hauptstudium des Fachgebietes Medienkunst zugeordnet. Die Professur soll für einen Zeitraum von 6 Jahren der Entwicklung eines neuen Profils und Leitung einer temporären Projektklasse im Kontext zeitgenössischer Kunst, Körper und Technologien und damit der Förderung einer experimentellen Auseinandersetzung mit aktuellen performativen Praktiken dienen. Die Professur ist deshalb für den Zeitraum vom 6 Jahren befristet.

Gesucht wird eine international tätige künstlerische Persönlichkeit oder Gruppe, die auf lebendige Kunst spezialisiert ist – insbesondere auf körperbezogene Situationen, erweiterte Aufführungsformen und deren Verflechtung mit digitalen Kulturen und Technologien. Erwünscht sind diversitätssensible, globale Perspektiven sowie die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit lokalen Kontexten.

Der Begriff Performance wird als offenes Feld begriffen – von Live-Situationen und körperlichen Bewegungsformen über Aufführungen in digitalen und physischen Räumen im Zeitalter von KI bis hin zu partizipativen Formaten, Roleplay oder Gaming. Von besonderem Interesse sind Positionen, die körperliches und affektives Wissen produktiv machen, den Körper als sozialen und politischen Ort befragen, reduktionistische Logiken technologischer Systeme kritisch reflektieren und dabei auch alternative oder spekulative Weltbilder einbeziehen.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Lehre im Grund- und Hauptstudium des Studienganges Medienkunst
  • Entwicklung und Leitung eines eigenständigen Lehrformats im Bereich Performative Praktiken in intermedialen Umgebungen
  • Interdisziplinäres Lehrangebot an der Schnittstelle von performativen Künsten, Medien und Technologien
  • Förderung einer experimentellen Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Tendenzen medial und performativ orientierter Kunst
  • Vermittlung von Aufführungsformen in der bildenden Kunst, einschließlich digitaler und hybrider Formate
  • Organisationskompetenz sowie sehr gute Deutsch- und sehr gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt.

Berufungsvoraussetzungen sind gemäß § 59 Sächsisches Hochschulgesetz

  • ein abgeschlossenes künstlerisches Hochschulstudium (Master, Diplom Kunsthochschule oder vergleichbar)
  • pädagogische Eignung und hochschuldidaktische Kenntnisse
  • besondere Befähigung zur künstlerischen Arbeit (künstlerisches Werk / herausragende Arbeiten im Bereich der zeitgenössischen Kunst)
  • zusätzliche künstlerische und gestalterische Leistungen: experimentelle künstlerische Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Tendenzen im Kontext zeitgenössischer Kunst, Körper und Technologie und ihrer Geschichte.

Die Lehrverpflichtung bestimmt sich nach der Hochschuldienstaufgabenverordnung (HSDAVO) in ihrer jeweils geltenden Fassung und beträgt aktuell 20 Lehrveranstaltungsstunden pro Woche der Vorlesungszeit.

Aufgaben sind neben der Betreuung der Studierenden die exponierte, verantwortliche Mitarbeit in der Selbstverwaltung der Hochschule, bei der Abnahme der Prüfungen und in Berufungsverfahren, die Übernahme von Ämtern in den Gremien, die Studienfachberatung, die Betreuung des künstlerischen/ wissenschaftlichen Nachwuchses, die Mitarbeit bei der Studienreform und in Qualitätssicherungsverfahren sowie die Einwerbung und Verwaltung von Drittmitteln. Die Lehr- und Amtssprache ist deutsch. Insofern sind sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache unverzichtbar. Organisationskompetenz und sehr gute Englischkenntnisse werden erwartet. Eine hohe soziale Kompetenz und die Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung mit Diversität sind Voraussetzung. Aufgrund der Anforderungen an die künstlerische Lehre erwarten wir eine hohe Bereitschaft zur Präsenz vor Ort und freuen uns auf kollegiale Zusammenarbeit.

Die HGB versteht sich als eine Diversität wertschätzende Kunsthochschule und setzt sich für ein chancengerechtes und diskriminierungskritisches Lern-, Lehr- und Arbeitsumfeld ein. Unterschiedliche Lebenswirklichkeiten und Perspektiven sehen wir als Bereicherung. Ihre Bewerbung ist bei uns willkommen, unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität. Schwerbehinderte bzw. ihnen gleichgestellte Menschen werden entsprechend bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung besonders berücksichtigt. Ein Nachweis der Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ist den Bewerbungsunterlagen beizufügen. Die HGB ist Mitglied der Charta „Familie in der Hochschule“ und fördert nachhaltige Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Familienaufgaben und denen in Studium, Arbeit und Lehre.

Weitere Informationen über die Hochschule können abgerufen werden.

Bewerbungen mit Motivationsschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Darstellung des künstlerischen Entwicklungsweges, Dokumentation der eigenen künstlerischen Tätigkeit, Nachweisen über Lehrbefähigung und Lehrerfahrung sowie ein Lehrkonzept, Urkunden und Zeugnisse zu Hochschulabschlüssen bzw. des höchsten erworbenen akademischen Grades sind bis zum 31.08.2026 bitte ausschließlich über unser Online-Bewerbungsportal einzureichen.

Mit der Übersendung Ihrer Bewerbungsunterlagen geben Sie uns Ihre Einwilligung, Ihre von Ihnen übersendeten personenbezogenen Daten zum Zwecke der Durchführung des Bewerbungsverfahrens zu verarbeiten (vgl. Artikel 6 DSGVO; siehe auch § 32 BDSG).

Bitte beachten Sie, dass die Hochschule Bewerbungs-, Fahrt- und Übernachtungskosten nicht erstattet.

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English Version:

The Academy of Fine Arts Leipzig (HGB) invites applications for the following position:

W3 Professorship (m/f/d) in Performative Practices in Intermedial Environments
(reference number Me/02/27), starting October 1, 2027.

The position is to be filled on a full-time basis for a fixed term of six years; first-time appointees may be employed on a probationary basis for up to two years in accordance with Section §71 (2) of the Saxon Higher Education Act.

The Academy of Visual Arts, Leipzig, with around 550 students across four diploma programmes, one Master’s programme and a study programme for refugees, as well as a total of around 100 staff, is one of the oldest art academies in Germany.

The post is assigned to the advanced studies programme within the Department of Media Art. The professorship is intended to serve, for a period of six years, to develop a new academic profile and to lead a temporary project-based class in the context of contemporary art, the body and technologies, thereby promoting an experimental engagement with current performative practices. The professorship is therefore limited to a term of six years.

We are seeking an artist or group active on the international stage who specialises in live art – in particular, body-based situations, expanded forms of performance and their interconnection with digital cultures and technologies. A diversity-sensitive, global perspective is desirable, as is a willingness to engage with local contexts.

The term ‘performance’ is understood as an open field – ranging from live situations and forms of physical movement, through performances in digital and physical spaces in the age of AI, to participatory formats, role-play or gaming. Of particular interest are approaches that harness bodily and affective knowledge, interrogate the body as a social and political site, critically reflect on the reductionist logics of technological systems, and in doing so may also incorporate alternative or speculative worldviews.

The duties include, in particular:

  • Teaching on the foundation (Grundstudium) and main studies program (Hauptstudium) of the Media Art degree programme
  • Developing and leading an independent teaching format in the field of performative practices in intermedia environments
  • Offering interdisciplinary courses at the intersection of the performing arts, media and technologies
  • Promoting an experimental engagement with historical and contemporary trends in media- and performance-oriented art
  • Teaching performance forms within the visual arts, including digital and hybrid formats
  • Organisational skills and a very good command of both German and English are required.

The appointment requirements, in accordance with §59 SächsHSG, are

  • a completed degree in the arts (Master’s, art academy diploma or equivalent),
  • demonstrated pedagogical competence and knowledge of teaching methodologies in higher education
  • a distinguished artistic practice, evidenced by an artistic oeuvre and outstanding contributions to contemporary art
  • additional artistic and creative achievements, demonstrated through experimental artistic engagement with historical and contemporary developments in the context of contemporary art, the body, technology, and their histories.

The teaching obligation is determined by the Saxon Regulation on Duties at Higher Education Institutions (HSDAVO) in its currently valid version and currently amounts to 20 teaching hours per week during the lecture term.

In addition to teaching and supervising students, the successful candidate will be expected to play an active and responsible role in the Academy’s self-governance, including participation in examination procedures, appointment committees, and other academic bodies. Further responsibilities include student advising and mentoring emerging artists, contributing to the development of curricula and teaching formats, supporting quality assurance processes, and securing and managing external funding. The languages of instruction and administration are German. A very good command of German is therefore essential. Organisational skills and a very good command of English are expected. Strong interpersonal skills, together with a demonstrated commitment to diversity, equity, and inclusion, are required. Given the nature of studio-based artistic teaching, the position requires a strong presence at the Academy and active participation in collegial exchange and collaboration.

The HGB sees itself as an art academy that values diversity and is committed to creating an equitable and discrimination-critical learning, teaching, and working environment. We view different life experiences and perspectives as an enrichment. Your application is welcome regardless of cultural and social background, gender, religion, disability, age, or sexual identity. Severely disabled individuals or those with equivalent status will be given special consideration in the case of equal suitability, qualifications, and professional performance. Proof of severe disability or equivalent status must be included with the application documents. The HGB is a member of the "Family in Higher Education" charter and promotes sustainable equal opportunities as well as the compatibility of family responsibilities with those in study, work, and teaching.

Further information about the academy can be found .

Applications comprising a letter of motivation, a curriculum vitae in tabular form, a description of the applicant’s artistic development, documentation of artistic practice, evidence of teaching qualifications and teaching experience, a teaching concept, as well as certificates and transcripts relating to university degrees or the highest academic qualification obtained, must be submitted exclusively via the online application portal by 31 August 2026.

By submitting your application documents, you give us your consent to process the personal data you have provided for the purpose of conducting the application procedure (cf. Article 6 GDPR; see also §32 BDSG).

Please note that the university does not reimburse application, travel or accommodation costs.