Interdisziplinäre KI-Bildung gestalten: Zwei wissenschaftliche Stellen im Digitalisierungskolleg KI-EduLab (Fachdisziplinen: Informatik und Grundschulpädagogik)
Ihr Arbeitsplatz
Künstliche Intelligenz durchdringt zunehmend den Alltag – auch die Lebenswelt von Grundschulkindern. Damit wächst der Bedarf an Fachkräften, die KI-basierte Bildungstechnologien verantwortungsvoll entwickeln, und an Lehrkräften, die KI nicht nur nutzen, sondern auch verstehen und kindgerecht vermitteln können. Das vom Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) geförderte Digitalisierungskolleg „KI-EduLab – Lernlabor für KI und Bildungstechnologien in interdisziplinären Learning Communities“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) bringt hierfür Studierende der Informatik und des Lehramts an Grundschulen in gemeinsamen Lehr-Lern-Formaten zusammen. In drei aufeinander aufbauenden Seminaren – von den „Grundfragen der KI“ über eine fachspezifische Vertiefung bis zum interdisziplinären Projektseminar – entwickeln gemischte Teams aus Informatik- und Lehramtsstudierenden Lernangebote mit und über KI für die Grundschule und erproben diese in der Praxis. Dazu suchen wir zum 01.01.2027 vorbehaltlich der endgültigen Bewilligung der Mittel durch das bidt
Wir haben einiges zu bieten: unsere Benefits
Ihre Aufgaben
Die beiden Stellen sind bewusst interdisziplinär angelegt und arbeiten als Tandem eng zusammen. Sie richten sich an zwei Profile, von denen Ihr Profil eines bedienen sollte:
1. Grundschulpädagogisches Profil mit Interesse an Informatik und KI
Die Stelle ist am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen (Prof. Dr. Bärbel Kopp) angesiedelt und wird von Dr. Saskia Knoth fachlich verantwortet. Sie bringt die grundschulpädagogische und -didaktische Perspektive in das KI-EduLab ein. Im Mittelpunkt stehen die Lern- und Lebenswelten von Grundschulkindern, die Gestaltung kindgerechter Lernangebote sowie die Frage, wie Kinder KI verstehen, kritisch reflektieren und für eigene Lernprozesse nutzen können. Dabei verbinden Sie das Lernen über KI als Unterrichtsgegenstand mit dem Lernen mit KI, beispielsweise durch KI-gestützte Werkzeuge zur Diagnose und Förderung.Die Stelle verantwortet die grundschulpädagogische und -didaktische Perspektive des Kollegs: Lernen und Lehren in der Grundschule, die digitale Lebenswelt von Kindern, KI als Unterrichtsgegenstand (Lernen über KI) sowie der Einsatz KI-gestützter Werkzeuge zur Diagnose und Förderung (Lernen mit KI). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der kritisch-reflexiven Auseinandersetzung mit KI und ihrer Übersetzung in kindgerechte Lernangebote sowie auf der Erprobung in Lernwerkstatt, Schulnetzwerk und Lehrkräftefortbildung.
2. Informatisches Profil mit Interesse an Bildung und Fachdidaktik Informatik
Angesiedelt an der Professur für Didaktik der Informatik (Prof. Dr. Marc-Pascal Berges). Die Stelle verantwortet die informatische Perspektive des Kollegs: technische KI-Kompetenz (z. B. maschinelles Lernen, Deep Learning, NLP, Computer Vision), Human-Centered Design und UX/UI für Bildungsanwendungen sowie Barrierefreiheit. Im Mittelpunkt steht, wie Informatikstudierende entlang realer Bedarfe aus Schule und Unterricht Bildungstechnologien gestalten und entwickeln – etwa adaptive Hilfestellungen oder Werkzeuge zur Unterstützung der Leistungsbeurteilung.
Grundsätzlich ist für beide Stellen eine Offenheit für interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie ein ausgeprägtes Interesse an Fragen der KI-Bildung und digitalen Souveränität erforderlich.
Aufgaben:
Ihr Profil
· Mit gutem Erfolg abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Staatsexamen oder äquivalenter Abschluss)
· (für 1.) Studium des Lehramts an Grundschulen (oder in verwandten Studiengängen wie Bildungs- bzw. Erziehungswissenschaften); Interesse an Technik und KI sowie idealerweise erste Erfahrungen mit digitalen Medien im Grundschulunterricht
· (für 2.) Studium der Informatik, der Künstlichen Intelligenz, des Lehramts Informatik oder vergleichbar; fundierte Kenntnisse in KI-Methoden sowie Interesse an Bildungsfragen und an der Fachdidaktik Informatik; Erfahrungen in der Entwicklung von (Bildungs-)Software oder in Human-centered Design sind wünschenswert
· Interesse an empirischer Bildungsforschung; Kenntnisse qualitativer und/oder quantitativer Forschungsmethoden sind von Vorteil
· Freude an der Hochschullehre und an der Zusammenarbeit mit Studierenden, Lehrkräften und Kindern
· Fähigkeit und Bereitschaft, sich in die Fachperspektive der jeweils anderen Disziplin einzuarbeiten
· Eigeninitiative und Fähigkeit zum systematischen und selbstständigen Arbeiten
· Sehr gute Deutschkenntnisse (mind. C1-Niveau) in Wort und Schrift
· Gute Englischkenntnisse (mind. B2-Niveau) in Wort und Schrift
Stellenzusatz
Eine eigene wissenschaftliche Qualifizierung in Form einer Promotion oder Habilitation (Qualifikationsziel) ist möglich und erwünscht. Die Arbeit erfolgt in einem interdisziplinären Team aus Informatik, Informatikdidaktik, Grundschulpädagogik, Schulpädagogik und Medienpädagogik mit Anbindung an die Lernwerkstatt des Instituts für Grundschulforschung, das DigiLLab und das Fachdidaktik-Labor der Informatik.
30.10.2026
Interdisziplinäre KI-Bildung gestalten: Zwei wissenschaftliche Stellen im Digitalisierungskolleg KI-EduLab (Fachdisziplinen: Informatik und Grundschulpädagogik)
01.01.2027
E13
Gehaltsrange (brutto pro Jahr) 59.324,12 € – 84.319,83 €
Vollzeit oder Teilzeit
40,1
1
Dr. Saskia Knoth
Tel.: +49 911 5302 95582
Mobil:
saskia.knoth@fau.de
Wir bitten Sie, unsere Onlineplattform zu nutzen und von Bewerbungen auf dem Postweg oder per E-Mail abzusehen. Bewerbungen, die auf dem Postweg bei uns eingehen, werden nach Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesendet.
Wegen der im Zusammenhang mit dem Bewerbungsverfahren zu erhebenden personenbezogenen Daten bitten wir Sie, unsere Informationen nach Art. 13 und 14 Datenschutzgrundverordnung unter zu beachten.
Die FAU versteht sich als moderner, weltoffener und familienfreundlicher Arbeitgeber. Wir begrüßen Ihre Bewerbung unabhängig von Ihrem Alter, Ihrem Geschlecht, Ihrer kulturellen und sozialen Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexuellen Identität. Haben Sie eine Schwerbehinderung oder sind schwerbehinderten Personen gleichgestellt, so berücksichtigen wir Sie bei wesentlich gleicher Eignung, Leistung und Befähigung bevorzugt. Gerne können Sie bei uns in Teilzeit arbeiten, wenn durch Job-Sharing eine vollumfängliche Wahrnehmung des Aufgabenbereichs gewährleistet ist.
Bei Wunsch können Sie eine Person der Gleichstellung zum Bewerbungsgespräch hinzuziehen, ohne dass dadurch Nachteile für Sie entstehen.